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Pressemeldung
Blinder Entwickler konzipiert barrierefreien Zugang für KI-Chatbot ida
Wien, 11.08.2026 – Der blinde Gründer des AI Forschungsinstituts für Menschen (AIFIM), Petar Nikolic, hat für blinde Menschen einen barrierefreien Zugang für den KI-Chatbot ida konzipiert. Doch dabei hat er es nicht belassen — gemeinsam mit seinem Sohn Dejan Nikolic hat er außerdem eine technische Lösung gebaut, mit der die in der Öffentlichkeit diskutierten Fehler von ida vermieden werden können. Die Lösung heißt „Grounding Gate“ und wurde vollkommen frei zugänglich veröffentlicht.
„Wenn der ida-Chatbot falsche Information ausgibt, ist das nicht nur ein technischer Fehler, den man leicht beheben kann. Wichtiger ist für uns, dass ein solches technisches Versagen das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger schädigt, die in Zukunft dieses Service nutzen wollen.“
— Petar Nikolic. Er verweist damit auf die Pläne der Regierung, ida künftig auch für Förderanträge und den Upload von Ausweisdokumenten einzusetzen.
Lösung für Fehler von ida: Grounding Gate
„Wir haben einen Prototyp gebaut, der zeigt, wie diese Fehler zu beheben sind. Der Code ist online frei für alle zugänglich.“
— Dejan Nikolic, der den Prototyp entwickelt hat.
Bei dieser Lösung wird jede Antwort, bevor sie dem Nutzer angezeigt wird, gegen die hinterlegten Quellen geprüft. Im Zweifel: keine Antwort, mit Hinweis auf relevante Quellen, anstatt einer falschen.
Visuelle Demo und offener Quellcode
Eine visuelle Demo auf aifim.at zeigt fünf typische Fehler von ida und wie der Prototyp dank Grounding Gate damit umgehen würde — auch für Nicht-Fachleute verständlich aufbereitet (siehe Links). Der Quellcode ist unter Apache-2.0-Lizenz offen zugänglich.
Bei der Arbeit am Prototyp fiel Petar und Dejan Nikolic auf, dass in der bisherigen ida-Architektur keine explizite Möglichkeit besteht, blinden und sehbehinderten Menschen die volle Nutzung zu ermöglichen. Daraufhin haben sie ein technisches Konzeptpapier geschrieben, das einen zuschaltbaren Assistenz-Modus vorschlägt, der die Seite hörbar und vollständig steuerbar macht. Eine visuelle Demo kann man auf der Website des Vereins besichtigen.
„Wir haben in der bisher veröffentlichten ida-Architektur keine Pläne für eigene tiefgehende Barrierefreiheits- oder Screenreader-Systeme gesehen — deshalb machen wir darauf aufmerksam, dass wir eine gute Lösung dafür anbieten können.“
— Petar Nikolic.
Über AIFIM
Das AI Forschungsinstitut für Menschen ist ein Non-Profit-Verein mit Sitz in Wien (ZVR 1547230392), gegründet im Juni 2026. Der Verein erforscht und entwickelt Werkzeuge für menschenzentrierte Künstliche Intelligenz — mit Schwerpunkt auf Barrierefreiheit, digitaler Teilhabe und KI-Sicherheit. Zu seinen Projekten gehören PapoNox (Musikproduktion für blinde und sehbehinderte Menschen) und der Drift Limiter (Verfahren gegen unkontrolliertes Abweichen von KI-Systemen).
Links zur Meldung
- Beitrag und Falldarstellung: aifim.at/ida
- Visuelle Demo: aifim.at/ida-demo
- Quellcode (Apache-2.0): github.com/dexxdean/ida-grounding-gate
- DOI: 10.5281/zenodo.21888079
- Technisches Briefing (DE): PDF
- Technisches Briefing (EN): PDF
Rückfragen & Kontakt
AI Forschungsinstitut für Menschen E-Mail: office@aifim.at Web: aifim.at
Hinweis: Diese Demo ist kein Nachbau von ida und ruft keine Daten von Nutzern oder aus dem Internet ab. Es ist ein niederschwelliger visueller Vergleich des Umgangs mit Fragen ohne Grounding Gate (ida) und mit Grounding Gate (Prototyp von Verein AIFIM).